Weihbrunnweg

Das “Weihbründl”, das einst im Westen der Stadt zum Vorschein kam, ist heute nicht mehr sichtbar. Allerdings hat sich sein Name in der Straßenbezeichnung Weihbrunnweg erhalten.

Das einstige “Weihbründl” war ein recht geheimnisvolles Wässerchen, um das sich so manche Legende rankt. So heißt es, dass sich am Bründl vor langer Zeit allerlei merkwürdige Dinge zugetragen haben. Von furchterregenden Erscheinungen und merkwürdigen Unglücksfällen ist die Rede.

Jedenfalls war die abergläubische Bevölkerung bald davon überzeugt, dass das Bründl von bösen Mächten oder gar vom Teufel selbst besessen sei. Nach einigem Hin und Her wurde ein Pfarrer geholt, der das Wasser des Bründls segnete, um weiteres Unheil zu verhindern. Weil damit aller Spuk ein Ende hatte, nannte man das Bründl fortan “Weihbründl”.

Das Wasser des “Weihbründls” wurde auch von den Bahnarbeitern gern getrunken, die in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts mit dem Bau der Eisenbahnstrecke zwischen Zeltweg und Wolfsberg beschäftigt waren. Als die Bahnlinie am 10. Jänner 1900 ihrer Bestimmung übergeben wurde, ging ein großer Wunschtraum der Bevölkerung in Erfüllung. Die Güter der heimischen Industrie- und Wirtschaftsbetriebe, vor allem Eisen, Kohle und Holz, konnten nun in ungleich größeren Mengen und weitaus kostengünstiger an weit entfernte Bestimmungsorte verfrachtet werden.

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