Marktgemeinde Reichenfels

Die Marktgemeinde Reichenfels ist die am nördlichsten gelegene Gemeinde des Lavanttals. Seinen Namen verdankt der Ort dem Bergbau nach Gold und Silber, der vor Jahrhunderten von großer Bedeutung war, danach jedoch versiegte.

Die historischen Wurzeln der Marktgemeinde Reichenfels reichen weit in die Vergangenheit zurück. 1227 wird das „castrum Richenvelse“, die Burg Reichenfels, erstmals urkundlich erwähnt, die im selben Jahr in der folgenschweren Auseinandersetzung zwischen Herzog Bernhard von Kärnten und Bischof Ekbert von Bamberg eine entscheidende Rolle spielte. Herzog Bernhard griff damals nach den Reichenfelser Silberminen, die von großer wirtschaftlicher Bedeutung waren. Erst nach einigem Hin und Her wurde der Streit beigelegt. Herzog Bernhard musste auf Reichenfels verzichten.

Im Laufe des 13. und 14. Jahrhunderts wuchs in der Nähe der Burg eine kleine Ortschaft heran, die 1457 von Bischof Anton von Bamberg mit dem Marktrecht ausgestattet wurde. 1480 suchten türkische Reiterhorden, die zu jener Zeit immer wieder weite Gebiete Kärntens und der Steiermark unsicher machten, das Obere Lavanttal heim. Sie zerstörten einen Teil des Marktes Reichenfels, brannten Häuser und Kirchen nieder und setzten auch den Bewohnern der umliegenden Ortschaften und der Bauernhöfe schwer zu. Aber auch Unwetterkatastrophen, Heuschreckenplagen, Ernteausfälle, Hungersnöte, Brände und Hochwasser blieben den Reichenfelsern im Laufe der Jahrhunderte nicht erspart.

Heute ist Reichenfels eine Wohngemeinde, die mit attraktiven Freizeitmöglichkeiten aufwarten kann. Im Wirtschaftsleben spielen nach wie vor die Land- und Forstwirtschaft eine wichtige Rolle. Dazu kommen größere Betriebe im Bereich der Bau- und Holzwirtschaft und die Reichenfelser Gastronomie, die sich über die Jahrzehnte hinweg einen außerordentlich guten Ruf erarbeitet hat.

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